Der grüne Star gilt als der "gefährliche Star", da er unmerklich das Sehvermögen schwer schädigen kann. Erst im Spätstadium, wenn bereits ein unwiderruflicher Sehnervenschaden entstanden ist, treten typische Beschwerden auf. Nur durch entsprechende Untersuchungen kann festgestellt werden, ob ein Risiko vorliegt und eine Behandlung notwendig ist. Diese Untersuchungen werden auch verwendet, um einen Therapieerfolg zu überprüfen und die Behandlung zu steuern.

Weitergehende Informationen zu dem Krankheitsbild finden sie unter:

 

http://cms.augeninfo.de/hauptmenu/augenheilkunde/augenerkrankungen/glaukom-gruener-star.html

Glaukomvorsorge:

 

Wir empfehlen, ab dem 40. Lebensjahr alle 1 bis 2 Jahre eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung des grünen Stars durchführen zu lassen. Dabei wird der Augendruck gemessen (routinemäßig mit der Luftstoßmethode) und der Sehnerv auf Veränderungen, die für den grünen Star hinweisen, untersucht. Die Untersuchung ist schmerzfrei und ungefährlich.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben diese Vorsorgeuntersuchung bis heute nicht in ihren Leistungskatalog aufgenommen, die Untersuchung kostet 19€.

Elektronische Druckmessung und –registrierung (DCT)

Um eine Sehnervschädigung zu verhindern, ist eine möglichst genaue Kenntnis des Flüssigkeitsinnendruckes im Augapfel von entscheidender Bedeutung. Der erhöhte Augeninnendruck gilt als wichtigster Risikofaktor für den sog. Grünen Star (Glaukom). Eine direkte Messung in der Augenflüssigkeit ist nicht möglich (dazu müsste das Auge eröffnet werden). Alle Druckmessverfahren ermitteln daher den Augeninnendruck von der Außenseite des Augapfels her. Sowohl die sog. Abflachungsmessung (mit Blaulicht) als auch die berührungslose Messung mit Luftstoß führen zu einer Verformung des Augapfels. Schon lange ist bekannt, dass dies eine mögliche Fehlerquelle darstellt, da nicht alle Augenwände gleich elastisch sind (abhängig von Dicke und Steifigkeit). Neuerdings steht ein Druckmessverfahren zur Verfügung, die sog. Dynamische-Contour-Tonometrie, das ohne Verformung des Augapfels über einen elektronischen Drucksensor den Augendruck abgreift und registriert. Dieses Verfahren gilt als genauestes, zudem ist durch die Registrierung und Auswertung eine Beurteilung der Messqualität möglich. Die Messung ist schmerzfrei, das Auge wird für die Messung mit einem Augentropfen betäubt. Für jeden Patienten wird der Druckmesskopf mit einem frischen sterilen Überzug versehen.

Das Verfahren gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen und wird von uns nach der Gebührenordnung (einfacher Satz) mit € 14,11 berechnet.

Wir empfehlen dieses Messverfahren allen Patienten mit grenzwertigem oder erhöhtem Augeninnendruck sowie allen Patienten, bei denen eine augendrucksenkende Therapie erforderlich ist, um möglichst genaue Kontrollergebnisse zu ermöglichen.

HRT (Sehnervschichtaufnahme)

Der HRT (Heidelberg- Retina- Tomograph) erlaubt eine genaue Vermessung des Sehnervenkopfes. Dies ist die Stelle an der Rückwand des Auges, an der der Sehnerv in den Augapfel eintritt. An dieser Stelle treten beim grünen Star (Glaukom) bereits im Frühstadium Veränderungen auf, die durch die HRT- Vermessung aufgedeckt werden können. Entsprechend kann danach die Therapie ausgerichtet werden. Die Technik arbeitet ähnlich wie die Computertomographie der Röntgenärzte, bei der aus einer riesigen Zahl von schichtweise gewonnenen Einzelmesspunkten durch Computerberechnung ein vollständiges dreidimensionales Bild erzeugt wird. Ein wesentlicher Unterschied besteht aber darin, dass die Vermessung nicht mit Hilfe von Röntgenstrahlen, sondern durch die Pupille mittels Lichtstrahlen erfolgt. Ein Lichtstrahl tastet den Sehnerv ab, aus 16.000 Messpunkten wird das Bild errechnet und dargestellt. Diese Bilder werden abgespeichert und bei späteren Untersuchungen zum exakten Vergleich herangezogen. So können Sehnerveränderungen frühzeitig erfasst werden und die notwendigen therapeutischen Maßnahmen veranlasst werden. Eine Gefährdung des Sehnerven wird mit dieser Methode empfindlicher und zuverlässiger aufgedeckt als mit der alleinigen Augendruckmessung oder der Gesichtsfeldbestimmung. Wir empfehlen die jährliche Durchführung dieser Messung bei allen Patienten, bei denen der grüne Star festgestellt wurde, oder bei denen durch erhöhten Augeninnendruck, Veränderungen am Augapfel oder familiäre Belastung eine besondere Gefährdung des Sehnerven besteht. Darüber hinaus ist die Untersuchung für jede Person sinnvoll und empfehlenswert, die eine Gefährdung des Auges durch grünen Star sicher ausschließen möchte (sogenannte erweiterte Glaukomvorsorge).

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Sehnerverkrankung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Der Patient selbst bemerkt die Erkrankung erst in einem Stadium, in dem eine Heilung nicht mehr möglich ist. Daher ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung von größter Wichtigkeit. Die Sehnervschichtaufnahme stellt dafür die wichtigste und entscheidende Untersuchung dar. Die HRT-Aufnahme gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und muss daher den Patienten in Rechnung gestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf € 67.

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Facharzt für Augenheilkunde
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