Elektronische Druckmessung und –registrierung (DCT)
Um eine Sehnervschädigung zu verhindern, ist eine möglichst genaue Kenntnis des Flüssigkeitsinnendruckes im Augapfel von entscheidender Bedeutung. Der erhöhte Augeninnendruck gilt als wichtigster Risikofaktor für den sog. Grünen Star (Glaukom).
Eine direkte Messung in der Augenflüssigkeit ist nicht möglich (dazu müsste das Auge eröffnet werden). Alle Druckmessverfahren ermitteln daher den Augeninnendruck von der Außenseite des Augapfels her. Sowohl die sog. Abflachungsmessung (mit Blaulicht) als auch die berührungslose Messung mit Luftstoß führen zu einer Verformung des Augapfels. Schon lange ist bekannt, dass dies eine mögliche Fehlerquelle darstellt, da nicht alle Augenwände gleich elastisch sind (abhängig von Dicke und Steifigkeit).
Neuerdings steht ein Druckmessverfahren zur Verfügung, die sog. Dynamische-Contour-Tonometrie, das ohne Verformung des Augapfels über einen elektronischen Drucksensor den Augendruck abgreift und registriert. Dieses Verfahren gilt als genauestes, zudem ist durch die Registrierung und Auswertung eine Beurteilung der Messqualität möglich.
Die Messung ist schmerzfrei, das Auge wird für die Messung mit einem Augentropfen betäubt. Für jeden Patienten wird der Druckmesskopf mit einem frischen sterilen Überzug versehen.
Das Verfahren gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen und wird von uns nach der Gebührenordnung (einfacher Satz) mit € 14,11 berechnet.
Wir empfehlen dieses Messverfahren allen Patienten mit grenzwertigem oder erhöhtem Augeninnendruck sowie allen Patienten, bei denen eine augendrucksenkende Therapie erforderlich ist, um möglichst genaue Kontrollergebnisse zu ermöglichen.